Die Wahl des richtigen Bürostuhles

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Ein Bürostuhl wird viele Stunden am Tag genutzt. Oft sitzen Büromitarbeiter 8 Stunden und mehr auf diesem Stuhl. Aber auch im privaten Büro verbringt der ein oder andere mehrere Stunden am Stück. Ob im Büro, privat für die Steuererklärung, die Kommunikation mit Versicherungen oder auch die Arbeit im Homeoffice – ein Stuhl ist eine Investition in die Gesundheit des Rückens.

Die Büromöbel helfen der Gesundheit

Bei einer ergonomischen Sitzposition kommt es sehr auf die Körperhaltung des sitzenden und den Winkel zu Tastatur und Monitor an. Sitzt man den ganzen Tag in einer „schlechten“ Sitzposition, weil die Höhe des Stuhles oder der Winkel der Lehne nicht passt, geht das auf Dauer zu Lasten des Rückens.
Ratgeber für Ergonomisches Sitzen gibt es viele. Man kann sich kurzgefasst merken, dass der Hintern ganz nach hinten auf den Stuhl gehört und sowohl Knie als auch Ellenbogen annähernd einen 90 Grad Winkel haben sollten. Einstellungsmöglichkeiten bieten für die verschiedenen Größen und Körperproportionen der Bürostuhl und ggf. noch der Schreibtisch.

Was macht einen guten Bürostuhl aus?

Wer als Arbeitgeber an die Neuanschaffung von Büromöbeln denkt, der sollte sich gut informieren. Der Gesetzgeber hat einige Vorgaben an Bürostühle: Sie sollten zum Beispiel eine ausreichend große Sitzfläche haben, die Möglichkeit die Sitzposition zu verändern und die Rückenlehne muss mindestens bis über die Schulterblätter reichen.

Natürlich ist auch auf die Verarbeitung und die Qualität der Materialien zu achten. Aber neben diesen allgemeinen Merkmalen für Möbel, sollte bei einem Bürostuhl noch die Frage nach der Verstellbarkeit und Anpassungsfähigkeit an den Nutzer beantwortet werden. Am besten sollten all‘ diese Teile verstell- und regulierbar sein:

  • Sitz-Höhe
  • Höhe und Position der Rückenlehne
  • Position und Höhe der Armlehne
  • Sitztiefe und Sitzneigung
  • ggf. Kopfstütze

Dabei sollte bedacht werden, dass gerade bei mehreren Nutzern des selben Bürostuhles, auch die Verstellmechanismen sehr beansprucht werden können.

Nicht nur die Form ist wichtig, sondern auch die Beschaffenheit

Wer schon mal im Sommer längere Zeit auf einem Stuhl gesessen hat, der weiß, dass die „Atmungsaktivität“ eines Stuhls auf Dauer unheimlich wichtig sein kann. Auch wenn es natürlich nicht empfohlen ist, zu lange in ein und der selben Position zu arbeiten, sind 20 Minuten auf einem Stuhl mit durchdachtem Materialkonzept wesentlich angenehmer, als auf einem Stuhl bei dem dieser Fakt nicht durchdacht wurde. Dabei ist der dicke Chefsessel aus Leder längst nicht mehr das Optimum, was den Sitzkomfort betrifft. Bürostühle haben in den letzten Jahren und Jahrzenten unheimlich abgespeckt. Mittlerweile sind Rückenlehnen oft aus Netzstoffen. Auch die Sitzflächen sind antistatisch, rutschfest, luftdurchlässig und lassen sich meist sogar abziehen um sie zu waschen.

Die Formen und Verstellmöglichkeiten werden immer moderner und besser, die Materialien immer körperfreundlicher. Trotzdem sollte man nicht vergessen auch bei der Arbeit ab und an die Haltung zu ändern und etwas Bewegung in den Arbeitsalltag mit einzubauen. Denn der Stuhl kann nur seinen Teil beitragen. Der Nutzer ist für die Einstellung und die richtige Nutzung verantwortlich.

 

Foto: clipdealer.com