Ein hydraulischer Abgleich ist das Fundament einer Heizungsoptimierung

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Die neue Heizungsanlage bringt nicht die erhoffte Energieersparnis oder die installierte Hocheffizienzpumpe verbraucht zu viel Strom? Wer die Wärmeerzeugung in seiner Immobilie optimieren möchte, darf dabei den sogenannten hydraulischen Abgleich seines Heizungssystems nicht vergessen.

Passgenaue Abstimmung des Systems

Diese Maßnahme sorgt dafür, dass Wärmeerzeuger, also Heizkessel, Umwälzpumpe und Thermostatventile optimal zusammenarbeiten und passend aufeinander abgestimmt sind. Anschließend steht jedem Heizkörper oder jedem Heizkreis einer Flächenheizung genau die Menge an warmem Heizungswasser zur Verfügung, die er zur Erreichung der gewünschten Raumtemperatur tatsächlich benötigt. Ist das Heizsystem aber nicht optimal oder sogar überhaupt nicht hydraulisch abgeglichen, können Räume, die sehr weit vom Heizkessel entfernt liegen, nicht mit genügend Wärme versorgt werden – während Zimmer nah am Wärmeerzeuger oftmals überheizt sind. Um dennoch ausreichende Temperaturen in allen Räumen zu erreichen, werden vielerorts der Pumpendruck und die Vorlauftemperatur zu hoch eingestellt. Diese Überversorgung mit Heizwasser treibt den Brennstoffverbrauch in die Höhe – entsprechend hoch ist der Anteil vermeidbarer CO2-Emissionen. Der gewünschte Effekt einer Heizungsmodernisierung unterbleibt.

Gesetzliche Pflicht

Deshalb muss jeder, der für die Erneuerung seiner Heizungsanlage Fördergelder vom Staat im Rahmen des CO2-Minderungsprogramms in Anspruch nehmen möchte, die Dokumentation eines hydraulischen Abgleichs vorlegen. Auch die DIN 18380 für die Vergabe- und Vertragsordnung von Bauleistungen verpflichtet den beauftragten Heizungsinstallateur zur Durchführung eines hydraulischen Abgleichs von Heizungsanlagen. Energieberater Oliver Rausch von Techem, dem Experten für Energiemanagement und -effizienz in Immobilien: „Dies zahlt sich für den Verbraucher gleich mehrfach aus, denn egal ob Neubau oder Sanierung: Ein optimiertes und genau aufeinander abgestimmtes Heizsystem spart wertvolle Energiekosten, senkt den CO2-Ausstoß und schont damit die Umwelt, steigert den persönlichen Wohnkomfort und wird auch noch vom Bund bezuschusst.“ Unter www.techem.de gibt es weitere Informationen, wie sich das Vorhaben praktisch umsetzen lässt. Im Rahmen des BAFA-Programms zur Heizungsoptimierung werden bis zu 30 Prozent der Nettoinvestitionskosten für die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs gefördert.

Ursache vieler Heizprobleme

Oft sind es Wärmeprobleme oder lästige Geräusche, die Immobilienbesitzer dazu veranlassen, beim Heizungsinstallateur anzurufen. Sie klagen darüber, dass Heizkörper trotz Entlüften nicht richtig warm werden, sich nur schwer regulieren lassen oder dass Pfeiftöne an den Heizungsventilen oder Strömungsgeräusche im Leitungssystem zu hören sind. Anstatt in diesen Fällen die Vorlauftemperatur oder die Pumpenleistung zu erhöhen, sollte ein hydraulischer Abgleich erfolgen, der garantiert, dass alle Komponenten des Heizungssystems optimal aufeinander abgestimmt sind und auch eventuelle bauliche Mängel aufdeckt. Unter www.techem.de gibt es zu diesem Thema mehr Informationen.

Foto: djd/Techem Energy Services